Hochdruck-Nitrieren |
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Mit dem Einsatz des Hochdruck-Nitrierverfahrens lässt sich Stickstoff in der Randschicht nichtrostender Stähle lösen. Die Bauteile werden dazu unter einem Druck bis zu 3000 mbar und einer Temperatur von 1050 bis 1150 °C in Stickstoffgas geglüht und so rasch abgekühlt, dass die Ausscheidung von Nitriden unterbleibt. Die Einlagerung von Stickstoffatomen führt zu einer Festigkeitssteigerung und verbessert den Korrosionswiderstand. Je nach Legierungsgehalt des Stahles und der Höhe des eingebrachten Randstickstoffgehaltes kann nach dem Abkühlen aus dem Austenitgebiet eine martensitische oder austenitische Randschicht erzeugt werden. CrMo- und CrMnMo-legierte Stähle sind auf Grund der Stickstofflöslichkeit einzusetzen. Das Verfahren eignet sich besonders für nichtrostende Werkzeuge vorzugsweise in der Medizin-Technik sowie nichtrostende Wälzlager und Komponenten für die Strömungsmaschinen wie Pumpen, Turbinen u.s.w.
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