Für die Erzielung exzellenter Wärmebehandlungsergebnisse ist bei
vielen Wärmebehandlungsprozessen ergänzend zu dem Hoch-Temperatur-
Prozess das anschließende Abschrecken von entscheidender Bedeutung. Je
nach Legierungsgrad des Materials lassen sich Abschreckverfahren
entweder in Flüssigkeiten oder Gasen durchführen. Die gängigen Methoden
der Abschreckung z.B. in Öl haben den Nachteil, daß diese aufgrund des "Leidenfrostschen Phänomens" so gut wie nicht regelbar sind.
Dagegen
bietet das Abschrecken im Gas zu einem den Vorteil, den Abschreckprozeß
bis zu einem gewissen Grad zu regeln und zum anderen, daß es sich beim
Gas- Abschrecken um einen äußerst umweltfreundlichen Prozess handelt.
Insofern
wird heute, wo es ökonomisch sinnvoll ist, die Gasabschreck- Technik
eingesetzt. Hierbei können je nach Auswahl des Gases z.B. Stickstoff,
Wasserstoff oder andere Abschreckeffizienzen optimiert werden.
Die
Regelung der Abschreckprozesse hat außerdem einen ganz erheblichen
Einfluß auf die Minimierung der normalerweise auftretenden Verzüge,
deren Eliminierung im abschließenden Bearbeitungsprozess sehr
kostenaufwändig ist.