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Projektlösungen: Niederdruck-Aufkohlen

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Heattreat Projektlösungen: Projektlösungen: Niederdruck-Aufkohlen

Niederdruck-Aufkohlen (Vakuum-Aufkohlen) gewinnt aufgrund seiner spezifischen Vorteile immer mehr an Bedeutung in der praktischen Anwendung. Anhand eines Beispiels wird dies aufgezeigt.

PROBLEMSTELLUNG:

 

Ein zylindrisches einsatzgehärtetes Bauteil zeigt Ausbrüche in einer radialverlaufenden kleinen Nut bei Belastung des Teils. Mechanische Nachbearbeiten der Nut durch Nachschleifen sollte vermieden werden. 

 

Abmessungen ca.
30 mm Außen-Durchmesser
  15 mm Innen-Durchmesser
  30 mm Höhe
  2x2 mm radiale Nut ,mittig
   
Geforderte EHT  0,45-0,6 mm
Oberflächenhärte
680 – 750 HV
Bisherige Wärmebehandlung Gasaufkohlen mit Ölabschreckung, Anlassen
                                          

 

LÖSUNG:

Niederdruckaufkohlung mit Acethylen erzeugt eine gleichmäßige Aufkohlungstiefe auch in der Innennut.Durch die Anwendung der Hochdruckgasabschreckung in einer kalten Kammer (Zweikammer-Vakuumofen) mit 10 bar Stickstoffdruck wird eine Einsatzhärtetiefe von 0,5-0,6 mm auch im Nutbereich erzielt. 

Durch das rein martensitische Gefüge an der äußeren und inneren Oberfläche der Buchse konnten die Ausbrüche im Nutbereich vermieden werden.

 

VORTEILE:

  • Geringer Prüfaufwand der gehärteten Teile durch Anwendung einer reproduzierbaren Niederdruckaufkohlung mit Acethylengas.

  • Geringerer Verzug der Chargengestelle und längere Lebensdauer derselben.
  • Durch den Einsatz von modifizierten Gestellen aus Grafit konnte nahezu eine Verdopplung der Teilezahl/Charge erreicht und damit eine erhebliche Reduzierung der Wärmebehandlungskosten erzielt werden.

 

 

Autor: Franz Bless

 

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